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Millionär fühlt sich von der Rezession verarscht

Herr Müller (Name redaktionell geändert) sitzt in seinem Büro im 172. Stockwerk seiner Zweitwohnung. Seine Kinder spielen vor dem Haus, das einen eigenen Kindergarten im Erdgeschoss integriert hat. Seine Frau managt ein Mode Magazin dass neulich als bestes neues Magazin in Deutschland ausgezeichnet wurde. Herr Müllers Firma hat in diesem Jahr wieder Rekordgewinne geschrieben. Alle Mitarbeiter seiner Firma haben einen extra Bonus von 15.000 Euro bekommen. Doch Herr Müller ist sehr unentspannt.

“Alle verlieren Geld, alle beschweren sich über die Rezession, Banken, sogar Staaten gehen Pleite. Aber ich mache immer mehr Geld. Ich fühle mich dabei so alleine. Das ist nicht fair.” Der Hamburger Unternehmer fühlt sich von der Rezession alleine gelassen, sogar gemobbt. Seine Freunde spielen mit ihm kein Golf mehr, denn er ist der Einzige der es sich noch leisten kann. Die anderen (Ex-)Millionäre gehen jetzt Fussball kucken.

sad manager

Seine Unternehmen sind nicht von der Rezession betroffen, und er kann machen was er will, er verdient mehr Geld. Es ist eine Tragödie in diesen Zeiten schwarze Zahlen zu schreiben. Der Hamburger Psychologe Alexis Stromer erklärt die Gemütslage vom Hamburger Millionär als sehr schwierig, sogar als kritisch: “Wenn es so weiter geht, könnte sich seine Depression ausweiten. Denn er ist alleine. Und niemand will mit Erfolg zu tun haben. Er muss etwas unternehmen”.

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